Fränkische Schweiz
erstellt: am 14.3.2002
gültig/aktuell: 2002
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Die Fränkische Schweiz - mit der größten Brauereidichte weltweit 

Der Naturpark Fränkische Schweiz, das Land der Burgen, Höhlen und Mühlen liegt im Städtedreieck Bayreuth, Bamberg, Erlangen. Er ist seit Jahrhunderten landwirtschaftlich, klein-strukturiert, engräumig und von romantischen Tallandschaften geprägt.
Die Menschen dieser Gegend werden gerne als zurückhaltend und gastfreundlich, als hilfsbereit und gutmütig eingestuft. Aus der Tradition heraus und weil die großen Städte (früher) und damit die Industrie weit entfernt lagen, waren die Menschen auf Selbstversorgung bedacht und auch angewiesen. 

Weltweit einmalig ist zum Beispiel die Anzahl kleiner Brauereien. Auf rund 2000 Quadratkilometern wurden genau 71 Bierbrauer gezählt. Hier ist es wie beim Wein: jeder Sud schmeckt ein bisschen anders, jede Sorte hat ihr eigenes Aroma: Je nachdem, welcher Brauer, welchen Hopfen und welches (Quell-) Wasser verwendet. Es sind keine großen Brauereien und genau darin liegt der Reiz. Oft sind es Kleinstanlagen, die nur für den Bedarf in der eigenen Gastwirtschaft konzipiert sind. 

Einige Braustätten bieten Führungen und Bierseminare an wie z.B. Brauerei Rothenbach in Aufseß (Tel. 09198-92920), die Brauerei Stadter in Sachsendorf (Tel. 0921-66816), die Brauerei Meister in Unterzaunsbach bei Egloffstein (Tel. 09194-9126), die Brauerei Ott in Oberleinleiter (Tel. 09198-271). Weiter die Brauerei Aichinger in Heiligenstadt (Tel. 09198-522, Brauerei Hufeisen Pottenstein (Tel.09243-260). Im Brauereimuseum Wagner-Bräu in Pottenstein (Tel. 09243-9810) kann ein „Zapferdiplom“ erworben werden. Führungen bieten auch die Brauerei Schroll in Nankendorf (Tel. 09204-248, die Brauereien Sonne (Tel. 09194-342) und Schwanenbräu (Tel. 09194-209) in Ebermannstadt, St. Georgen- Bräu (Tel. 09545-4460) und Löwenbräu (Tel. 09545-509346) in Buttenheim und die Brauerei Krug in Breitenlesau (Tel. 09202-535). Die Braumeisterin Frau Brehmer bietet neben den Führungen durch die Brauerei Friedmann in Gräfenberg (Tel. 09192-308) auch einen Besuch im privaten Brauereimuseum an.

Daneben gibt es Brauereiwanderungen in Pottenstein (Tel. 09243-70841) und in Waischenfeld (Tel. 09202-19433). Bierseminare bietet das Hotel zur Post in Waischenfeld (Tel. 09202-75-0) ab 20 Personen. Das berühmte „Flindern“, wird als die fünfte Jahreszeit in Pegnitz, Tel. 09241-72311 (Touristinformation Pegnitz) gefeiert. 10 Gasthäuser bieten hier abwechselnd zwischen April und Juni eigens gebrautes „Flindererbier“ an. Welches Gasthaus gerade das Festbier ausschenkt, wird durch einen „Flindererbusch“ über der Eingangs-tür kund getan.
Die Gemeinde Aufseß ist laut Guiness-Buch der Rekorde die Bier-Gemeinde schlechthin. Gemessen an der Zahl der Einwohner (1400) und den aktiven Brauereien (vier an der Zahl) konstatierte die Guinness-Redaktion die „weltweit größte Brauereidichte“. Um ihren „bierigen“ Ruf gerecht zu werden, eröffnete die Gemeinde kürzlich den ersten „Brauereiwanderweg“ der Region. Auf einer Länge von 13 Kilometern werden alle vier Brauereien zu Fuß „angesteuert“. Hat der Wanderer alle vier Brauereien besucht, dies muss natürlich nicht an einem Tag erfolgen, bekommt er gegen Vorlage einer Stempelkarte eine Urkunde als Anerkennung überreicht. Telefonische Auskunft und eine Routenbeschreibung gibt es in der Touristinformation Hollfeld, Tel. 09274-9800.

Wo, außer in der Fränkischen Schweiz , bekommen sie „ein Seidla“ (halben Liter) Bier für unter 1,50 € ? Es gibt auch noch den Brauch, in einem mitgebrachten Krug das Bier mit nach Hause zu nehmen. Dann ist es in der Regel noch billiger. Warum es hier so viele Brauereien gibt, weiß kein Mensch; Egal, das Bier schmeckt trotzdem einmalig gut. Ein „Stoff“ für Genießer - und solche die es werden wollen. Die komplette Liste mit allen 71 Brauereien gibt es übrigens in der Tourismuszentrale in Ebermannstadt. 

Zum Thema Brennereien
Im Landkreis Forchheim, dessen Fläche die halbe Region ausmacht, gibt es mit 273 Betrieben, die größte Brennereidichte Frankens; ein Grund darüber einige Worte zu verlieren.
Bundesweit sind derzeit etwa 30.000 Abfindungsbrennereien registriert, die rund 200.000 Tonnen Obst verarbeiten. Damit werden rund 50.000 Hektoliter Reinalkohol erzeugt, vier Prozent der gesamten Alkoholerzeugung weltweit.

In Franken sind nach Aussage des fränkischen Kleinbrennerverbandes 3.392 landwirtschaftliche Abfindungsbrennereien zusammengeschlossen. 480 davon gibt es in Oberfranken, davon 273 Betriebe allein im Landkreis Forchheim. Sie alle erzielen aus ihrer Brennerei ein zusätzliches Einkommen und tragen dazu bei, den bäuerlichen Obstbau zu erhalten.

Es gibt drei Arten Abfindungsbrennereien: die landwirtschaftliche Abfindungsbrennerei die Getreide und selbst erzeugtes Obst verarbeiten darf. Die gewerbliche Brennerei kann das auch, sie darf aber zusätzlich Obst dazukaufen. Die reine Obst-Abfindungs-Brennerei darf nur Obst und Beeren brennen, aber auch Obst dazukaufen. Alle drei Arten können auch im Auftrag für „Stoffbesitzer“ brennen und jede Gruppe ist an einen landwirtschaftlichen Betreib gebunden.

Weitere Informationen und Prospekte sind erhältlich bei:
Tourismuszentrale Fränkische Schweiz, Oberes Tor 1, 91320 Ebermannstadt. Tel. 0 91 94 - 79 77 79 Fax 79 77 76
Internet: http://www.fraenkische-schweiz.com  

Pressekontakt:

Tourismuszentrale Fränkische Schweiz
Oberes Tor 1
91320 Ebermannstadt. 
Tel. 0 91 94 - 79 77 79 
Unser Fax hört auf die Nummer 79 77 76.

Ansprechpartner für Journalisten: Franz Xaver Bauer, Leiter der Tourismuszentrale 

Internet: http://www.fraenkische-schweiz.com  

Der Abdruck und die Veröffentlichung ist kostenfrei
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