erstellt: am 22.7.1999 aktuell bis: 1999 |
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| 1998 - Bayern unangefochten meistbesuchtes deutsches Reiseziel | |
| 23,3% der deutschen
Übernachtungen in Bayern |
Auch 1998 fand wieder rund jede vierte Übernachtung in Deutschlands gewerblichen Beherbergungsbetrieben in Bayern statt (23,3%). Diese Aussage trifft gleichermaßen sowohl für inländische wie auch für ausländische Gäste zu. Deutsche Gäste in gewerblichen |
| 60,39 Mio. (+2%)
deutsche und 8,17 Mio. (+8,2%)ausländische Übernachtungen |
Beherbergungsbetrieben 60,39 Mio. Mal (+2%), ausländische Gäste 8,17 Mio. Mal (+8,2%). Damit haben Gäste aus dem Ausland einen namhaften Beitrag zur Verbesserung des Ergebnisses für 1998 geleistet und schließen an die erfolgreichen frühen 90er Jahre an. |
| Insgesamt 68,56 Mio.
(+2,7%) Übernachtungen |
Mit insgesamt 68,56 Mio. Gästeübernachtungen verzeichnete Bayern 1998 einen Zuwachs von 2,7%. |
| Talsohle bei
Inländer-Übernachtungen durchschritten |
Bei den Übernachtungen inländischer Gäste zeichnet sich ab, daß die Talsohle, die im Jahr 1997 erreicht wurde und auf die Reformen im Gesundheitswesen zurückging, zumindest quantitativ durchschritten ist. |
| Insgesamt 20,49 Mio. Gäste, bisher bestes Ergebnis im bayer. Tourismus | Die Gesamtzahl der Ankünfte aus der amtlichen Statistik weist mit 20,49 Mio. Gästen (+4,8%) das bisher beste Ergebnis in Bayerns Tourismus aus. |
| Starke Position des Tourismus in Bayern |
Diese Zahlen belegen einmal mehr die im Vergleich der deutschen Länder starke Position des Tourismus in Bayern mit seinen rund 300.000 Arbeitsplätzen, DM 25 Mrd. Jahresumsatz und 5 - 6% Anteil am bayerischen Bruttoinlandsprodukt. |
| Übernachtungen einschl. Private und Camping 85,6 Mio. (+1%) | Die Übernachtungszahlen einschließlich der Ergebnisse der Privatquartiere in prädikatisierten Gemeinden sowie der Campingplätze weisen mit 85,6 Mio. eine Zunahme von 1% auf. In diesem Ergebnis schlagen die rückläufigen Ergebnisse aus dem Bereich der Campingplätze und vor allem |
| Rückläufige Camping-Ergebnisse und Betriebsaufgaben der Privatvermieter | der Privatvermieter durch und bestätigen somit wieder einmal die Tendenz zur Betriebsaufgabe gar mancher Privatvermieter. |
| Genannte Ergebnisse gelten für Urlaub, Geschäftsreisen, Tagungen und Kuren | Die in diesen Betrachtungen
genannten Zahlen sind Gesamtergebnisse und schließen Aufenthalte der verschiedensten
Reisemotivationen wie z.B. Urlaub, Geschäftsreisen, Tagungen und Kongresse oder
Kuraufenthalte ein. Die realisierten Gäste- und Übernachtungs-ergebnisse dokumentieren ein insgesamt |
| Mittel für Serviceverbesserungen können kaum erwirtschaftet werden | Die realisierten Gäste- und Übernachtungs-ergebnisse dokumentieren ein insgesamt einheitliches Bild in allen vier bayerischen Tourismusregionen: |
| Hemmnisse für das Gastgewerbe |
Bayerisch-Schwaben bis +6,0% in Ostbayern. |
| Gäste- und Übernachtungsergebnisse in den Regionen insgesamt einheitlich |
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| Gästezahlen in den
Regionen
Übernachtungszahlen in den Regionen |
Dazu tragen die regionalen
Ergebnisse von +4,0% in Oberbayern bis -1,6% in Allgäu/Bayerisch-Schwaben
unterschiedlich stark bei. Alle vier bayerischen
Regionen profitieren im Berichtsjahr erneut von steigenden Gäste- und
Übernachtungszahlen aus dem Ausland. Erstmals werden dort 1998 aber auch
wieder mehr deutsche Gäste bilanziert, mit deutlichen Zuwachsraten der
inländischen Gästeankünfte in einer Bandbreite von +0,4% in Allgäu/ |
| Steigende
Auslandsergebnisse in allen 4 Regionen 4,8% mehr Gäste entsprechen 934.270 Personen |
Die gesamtbayerische Zunahme von 4,8% entspricht 934.270 Gästen bzw. +2,7% oder rd. 1,8 Mio. Übernachtungen. |
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Gastgewerbe in
Nöten Das bayerische Gastgewerbe, dessen rund 1.500 Ausbildungsbetriebe derzeit 12.015 Ausbildungsplätze vorweisen, mußte in 1998 einen Umsatzrückgang von 1,3% hinnehmen. |
| 2,7% mehr Übernachtungen entsprechen 1,8 Mio. Nächten | Im Vergleich zum
Jahr 1995 entsprach das Umsatzergebnis im Berichtsjahr 1998 gar einem Rückgang von 4,5%.
Allein die Betriebsart "Hotels" konnte in 1998 im Vergleich zu 1995 einen
Umsatzzuwachs,
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| 1.500 Ausbildungsbetriebe mit 12.015 Auszubildenden im Gastgewerbe | und zwar von 4,3%, realisieren. Ein solches Ergebnis ist natürlich in der Dienstleistungsdisziplin par excellence |
| Umsatzrückgang im Gastgewerbe von 1,3% zu 1997, 4,5% Rückgang im Vergleich zu 1995 | "Gastgewerbe" umso bedenklicher, als die benötigte Dispositionsmasse für Serviceverbesserungen kaum erwirtschaftet werden kann und weitere Hemmnisse wie die Neuregelung der 630,- Mark-Jobs, Streichung des Vorsteuerabzugs auf Reise- und Bewirtungskosten, Anwendung der vollen Mehrwertsteuersätze auf gastgewerbliche Leistungen, Öko - Steuer u.a.m. schwere Hypotheken für die Branche darstellen. |
| Steuer- und Finanzpolitik des Bundes muß Entlastungskurs für das Gastgewerbe einschlagen | Die Steuer- und Finanzpolitik des Bundes und der Länder ist daher dazu aufgerufen, einen auf Entlastung gerichteten Kurs einzuschlagen und damit den Anschluß an die internationale Entwicklung halten und die Existenzfähigkeit der in Bayern vorwiegend mittelständisch strukturierten Hotellerie und Gastronomie bewahren zu können. |
| Wettbewerbsverzerrungen für das Gastgewerbe auf europ. Ebene beseitigen | Es gilt, die Wettbewerbverzerrungen auf europäischer Ebene durch eine überfällige Angleichung der unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze im Bereich der touristischen Dienstleistung (z.B. Schweiz nur 3 %) ebenso zu beseitigen wie die im Berichtsjahr eingeleiteten Bestimmungen für 630-Mark-Beschäftigte mit ihren katastrophalen Auswirkungen auf das Hotel- und Gaststättengewerbe. |
| Talsohle bei Heilbädern und Kurorten zumindest quantitativ durchschritten | Talsohle bei Bayerns
Heilbädern und Kurorten durchschritten Bei den bayerischen Heilbädern und Kurorten legt eine rein quantitative Betrachtung den Schluß nahe, daß die durch die Reformen im Gesundheitswesen ausgelöste Talfahrt bei den Übernachtungs-zahlen im Berichtsjahr auf einem deutlich niedrigeren Niveau zum Halten gekommen ist und die Talsohle durchschritten hat. |
| 1998 6,2 Mio. Übernachtungen weniger in Kurorten als 1994 | Konnte der Bayerische Heilbäderverband in 1994 noch rund 32,4 Mio. Übernachtungen in Heilbädern und Kurorten verzeichnen, so waren es 1998 noch 26,2 Mio., d.h. 6,2 Mio. weniger. |
| Zahl der Gästeankünfte in den Heilbädern über die Jahre stabil | Die Zahl der Gästeankünfte war über die letzten Jahre hinweg recht stabil und hielt einen Stand von 3,4 bis 3,5 Mio. Rund jede 3. Übernachtung in Bayern findet somit in einem Heilbad oder Kurort statt. Dies schließt sowohl Kurgäste als auch Urlaubsgäste ein, die vor allem in den heilklimatischen Kurorten stärker vertreten sind. |
| Verkürzte Regeldauer und verlängerte Intervalle der Kuren, verändertes Reiseverhalten | Diese Ergebnisse verdeutlichen auf plastische Weise die verkürzte Regeldauer der Kuren, verlängerte Kurintervalle und auch ein generell verändertes Reiseverhalten der Urlauber hin zu kürzerer Aufenthaltsdauer. |
| Thesenpapier "Neue Verbandsphilosophie für bayer. Heilbäder und Kurorte" | Um der negativen Entwicklung entgegenzuwirken hat der Bayerische Heilbäder-Verband als erster Regionalverband in Deutschland ein Thesenpapier "Neue Verbandsphilosophie für Bayerns Heilbäder und Kurorte" entwickelt. Die Förderung der Gesundheit durch qualifizierte Kur- und Rehabilitationsmaßnahmen ist die Kernaussage in diesem Arbeitspapier. Dabei hat die Qualität oberste Priorität in einem prädikatisierten Kurort oder Heilbad. |
| Qualitätsoffensive für Bayerns Kurorte | Die Qualitätsoffensive lautet: Noch mehr Service, Gastlichkeit, Gästebetreuung und ein Qualitätsmanagement zur effizienteren Kurerfolgsforschung. Nur so kann die klassische Kur, die nach wie vor eine feste Säule im Gesundheitswesen ist, wieder erfolgreich sein und der Gesundheitsförderung aller Kur- und Rehapatienten dienen. |
| Durchschnitliche Auslastung 34,8%, 1993: 41,6% | Kapazitätsauslastung und
Aufenthaltsdauer Die durchschnittliche Auslastung der gewerblichen Beherbergungsbetriebe Bayerns konnte 1998 mit 34,8 % (1993 noch 41,6 %) eine Stabilisierung auf niedrigerem Niveau konstatieren. |
| Sanatorien/Kurkrankenhäuser von 86,4% in 1993 auf 59,9% in 1998 | Im Vergleich der Länder liegt dieser Durchschnittswert im Mittelfeld und wird von einem starken Anteil an Sanatorien/Kurkrankenhäusern mit einer durchschnittlichen Auslastung von 59,9% bestimmt. |
| Beherbungskapazität wiederum gestiegen | In 1993 lag dieser Wert noch bei 86,4%. Gleichzeitig haben wir festzustellen, daß die Kapazität sowohl der geöffneten Betriebe als auch der angebotenen Betten wieder angewachsen ist. Der Vergleich mit den vergangenen Jahren legt allerdings die Hoffnung nahe, daß diese Entwicklung langsam an Dynamik verliert. |
| Durchschnittliche Aufenthaltsdauer so gut wie unverändert | Die amtliche Statistik weist, durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller Gäste von 3,3 Tagen auf, im Vergleich zu 1997 so gut wie unverändert. |
| Positive Entwicklung in den Städten | Starke Städte Erfreulich ist das Ergebnis in Bayerns kreisfreien Städten. |
| +7,5% Übernachtungen in Bayerns kreisfreien Städten | Dort hat sich die positive Entwicklung der letzten Jahre mit einem Übernachtungsplus von 7,5 % verstärkt fortgesetzt. |
| 32,7% Übernachtungsanteil der Ausländer | Zu diesem Ergebnis haben wiederum Gäste aus dem Ausland - ihr Anteil betrug 32,7 % - wesentlich beigetragen. Mit rd. 13,25 Mio. Übernachtungen und rd. 6,81 Mio. Gästeankünften kann 1998 als Jahr des bayerischen Städtetourismus bezeichnet werden. |
| 1 Mio. mehr Übernachtungen und 416.000 mehr Gäste in Bayerns Städten | Dieses Ergebnis im gewerblichen Bereich bedeutet, daß die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zu 1997 um nahezu 1 Mio. zugenommen hat und die Zahl der Städteurlauber in Bayern um mehr als 400.000 Gäste (416.386) gestiegen ist. |
| 19,3% Übernachtungsanteil der bayerischen Städte am Gesamtergebnis | Damit hat sich der Aufwärtstrend im bayerischen Städtetourismus über Gästezuwächse in den Jahren 1996 (+1,2%) und 1997 (+2,0%) 1998 zu einem Spitzenergebnis mit einem Anteil von 19,3 % am gesamten bayerischen Übernachtungsaufkommen (im gewerblichen Bereich) entwickelt und wesentliche Wachstumsimpulse für die positive Tourismusbilanz Bayerns im Jahr 1998 gegeben. |
| Städte im regionalen Vergleich | Im regionalen Vergleich konnten 1998 die Städte in Franken und in Oberbayern die höchsten Steigerungsraten erzielen. In die fränkischen Städte kamen 7,5 Prozent mehr Städteurlauber, die dort 354.658 mehr Übernachtungen als im Vorjahr verbrachten (+9,6%). Mit rd. 3,6 Mio. Gästen (+6,6%) waren die oberbayerischen Städte ein starker Publikumsmagnet mit einer absoluten Zunahme um rd. 500.000 auf rd. 7,26 Mio. Übernachtungen (+7,4%). |
| Spitzenergebnisse in München und Nürnberg | In beiden Regionen trugen die Spitzenergebnisse in München und Nürnberg entscheidend zur Städtebilanz bei. |
| Stadthotellerie leidet unter Ausweitung der Bettenkapazität und rückläufiger, durchschnittlicher Auslastung | Der Städtetourismus bleibt in
Bayern im Hinblick auf das Volumen von rd. 6,8 Mio. Gästen eines der wichtigsten
Segmente im bayerischen Tourismusangebot. Die positive Tourismusbilanz in den kreisfreien Städten kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß bedingt durch eine insgesamt kontinuierliche Ausweitung der Bettenkapazität und den daraus resultierenden Rückgängen in der durchschnittlichen Bettenauslastung insbesondere die bayerische Stadthotellerie mit einer Verschlechterung der Ertragslage zu kämpfen hat. |
| Höhenflug bei den Auslandsmärkten bestätigt Schwerpunktengagement des BTV | Auslandsmärkte im Höhenflug Die Entwicklung in den Auslandsmärkten hat das Schwerpunktmanagement des Bayerischen Tourismusverbandes in diesem Bereich in den vergangenen Jahren voll bestätigt. Sowohl der Anteil ausländischer Gäste an den Ankünften wie auch an den Übernachtungen in Bayern ist seit 1995 jährlich konsequent gewachsen. |
| Ausländeranteil bei Gästen und Übernachtungen seit 1995 konsequent gewachsen | Von 18,1% in 1995 stieg der Anteil ausländischer Gäste an den Ankünften über 18,4% (1996) und 18,9% (1997) auf 19,3% in 1998. |
| Fast jeder 5. Gast in Bayern kommt aus dem Ausland | Damit kommt fast jeder 5. Gast in Bayern aus dem Ausland. Ähnlich konsequent die Entwicklung bei den Übernachtungen. Waren noch in 1995 9,9% der Übernachtungen ausländischen Gästen zuzuschreiben, so verlief die Entwicklung über 1996 (10,2%) und 1997 (11,3%) auf 11,9% in 1998. |
| Schwerpunktmärkte des BTV stellen 60% der Ausländerübernachtungen | Die Auslandsmärkte, in denen sich der Bayerische Tourismusverband schwerpunktmäßig engagiert - USA, Niederlande, Italien, Großbritannien, Österreich, Schweiz und Japan - stellen zusammen 60 % an Bayerns Ausländerübernachtungen. Damit hat sich die Strategie der schwerpunktmäßigen Bearbeitung ertragsstarker Auslandsmärkte abermals voll bestätigt. |
| Besonders interessant: Italien | Besonders interessant ist die
Entwicklung im italienischen Markt, bei dem eine Marktuntersuchung uns ja vor einigen
Jahren noch erhebliches, nicht ausgeschöpftes Potential für Deutschland- und
Bayernreisen vorausgesagt hatte. Im übrigen läßt die Einführung des verbindlichen
Euro-Kurses das bisher für die Ergebnisse der Märkte der europäischen Gemeinschaft oft entscheidende (Miß-) Erfolgskriterium "Wechselkurs" wegfallen und die Entwicklung deutlich berechenbarer werden. Natürlich wird der Euro größere Transparenz in den touristischen Preisgefügen Eurolands schaffen und die Preiswürdigkeit des Angebots in Bayern unter Beweis stellen. Lassen Sie mich beispielhaft auf den Markt Italien etwas näher eingehen. |
| Italien 1998: +9,5% Übernachtungen, +7,4% Ankünfte | Italien Innerhalb von drei Jahren ist es gelungen, die Zahl der Übernachtungen aus Italien um nahezu 100.000 zu erhöhen. 1998 konnte mit 697.182 Übernachtungen ein Plus von 9,5% erreicht werden (1-5/99: +16,7%!). Bei den Gästeankünften wurde mit einem Plus von 7,4% auf 358.536 italienische Gäste im drittenahr in Folge ein Rekordergebnis erzielt (1-5/99: +10,6%, 1997: +11,3%; 1996: +11,2 %). Damit ist Italien sowohl hinsichtlich des Gäste- als auch Übernachtungsvolumens der drittwichtigste Auslandsmarkt für Bayern auf weiter steigendem Niveau. |
| Deutsche Italien-Bilanz 1998 ohne Bayern negativ | Ohne den erneut deutlichen Übernachtungszuwachs (60.284) in Bayern wäre die Italien-Auslandsbilanz in Deutschland 1998 negativ ausgefallen. Rechnet man die in Bayern erzielten Übernachtungen aus dem bundesdeutschen Ergebnis heraus, wären die Übernachtungen im Vergleich zu 1997 in Deutschland um 1,2% zurückgegangen. Wie bereits 1996 und 1997 hat Bayern mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten bei den Ankünften und Übernachtungen maßgeblich zum Plus in Deutschland beigetragen. Man darf davon ausgehen, daß sich bei der für Bayern positiven Incomingentwicklung aus Italien weitere Erfolge der seit 1995 vom BTV durchgeführten, konzentrierten Marketingaktivitäten in Italien auswirken. |
| Potentialstudie der DZT 1996 weist 2,8 Mio. Italiener aus, die konkrete Reiseabsicht nach Deutschland haben | Eine Potentialstudie der DZT von 1996, nach der rd. 2,8 Mio. Italiener 1996 die konkrete Absicht hatten, in den nächsten drei Jahren ihren Urlaub in Deutschland zu verbringen, belegt dies. |
| Aber: Bayern fehlte bisher ein Image als Urlaubsland | Bayern fehlte bisher in Italien ein Image als Urlaubsland. Deshalb galt es, zunächst die vorhandenen Defizite in der marktgerechten Angebotsgestaltung zu beseitigen. |
| Angebotsgruppe "Baviera che parla italiano" | Das Ergebnis ist die vom BTV in enger Kooperation mit den Regionalverbänden und dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband gegründete Angebotsgruppe "Baviera che parla italiano" als einer Interessengemeinschaft von Orten und Betrieben, die ihr Angebot bestmöglich auf den italienischen Gast abstimmen und dabei die verschiedenen Bayern-Angebote mit einem gemeinsamen, konzentrierten Marktauftritt in Italien präsentieren. |
| Reiseströme der Italiener breiter gestreut | Als weiterer Erfolg der Angebotsgruppe BCPI kann gewertet werden, daß 1998 die italienischen Reiseströme und Übernachtungen breiter auf die bayerischen Regionen, Städte und Orte gestreut wurden; der Übernachtungsanteil der Landeshauptstadt München ging im Berichtsjahr von 44% in 1997 auf 42% zugunsten der anderen bayerischen Destinationen zurück, obwohl auch in München die Übernachtungszahlen aus diesem Markt zunahmen. |
| Urlaubsreiseintensität in Deutschland noch einmal gestiegen | Aufwind für Urlaubsreisen in
Deutschland Trotz des schon erreichten, sehr
hohen Niveaus nahm die Urlaubsreiseintensität in 1998 noch einmal (+2,1%) zu. Damit hat
jener Anteil an der deutschen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahre, der mindestens einmal in
1998 eine mindestens 5-tägige Urlaubsreise durchführte, auf |
| Deutschland nach wie vor meistbesuchtes Urlaubsreiseziel der Bundesbürger | Nach wie vor ist Deutschland das von den Bundesbürgern am häufigsten besuchte Urlaubsreiseziel. |
| Anteil Deutschlands an Gesamtzahl der Reisen wieder gesunken (-1,8%) | Der Anteil Deutschlands an der Gesamtheit der Reisen sank zwar wiederum um 1,8% auf 29,6% ab, da jedoch die Gesamtzahl der Urlaubsreisen anstieg, ist der Rückgang in absoluten Zahlen zwar weniger schmerzhaft, darf aber keineswegs vernachlässigt werden. |
| Gründe für Anteilsrückgang | Die Gründe für den Rückgang des Anteils deutscher Reiseziele sind bei einer Vielzahl von Anlässen hinreichend diskutiert worden. Klima und Preisgestaltung in Deutschland mögen zwar marginal die eine oder andere Reiseentscheidung beeinflussen; Tatsache ist jedoch, daß sich das Wetter in den letzten 100 Jahren nicht entscheidend geändert hat und es Bayern immerhin auf rd. 100 Mio. Übernachtungen alljährlich einschließlich aller Privatübernachtungen gebracht hat und daß im Vergleich mit unseren mitteleuropäischen Mitbewerbern die Preise - zumindest in Bayern - nicht höher liegen als anderswo. Etwas näher kommen wir dem Problem schon bei einem Vergleich von Preis und gebotener Leistung. Und die wichtigste Determinante für eine Entscheidung pro und contra "Reiseziel Deutschland" ist der mit der Wahl des Urlaubsortes verbundene Imagewert. Dieser Imagewert wiederum richtet sich nach den am Ort vorhandenen Angebotsstrukturen und ihrer Qualität. Ziel unserer bayerischen Urlaubsanbieter muß es sein, diese Strukturen weiter zu optimieren und qualitativ - sowohl im Angebot wie auch im Service - so zu festigen, daß der "multioptionale" Urlaubskonsument des beginnenden 21. Jahrhunderts einen Aufenthalt in Bayern in seiner Diversität vollwertig neben die anderen großen Empfängerländer im Urlaubsgeschäft stellen kann. |
| Haupturlaubsreiseziel Bayern nach Spanien und Italien an 3. Stelle | Und hierbei haben wir wahrlich keine schlechte Startposition, liegt Bayern heute schon als Haupturlaubsreiseziel der Deutschen in absoluten Zahlen nach Spanien und Italien noch vor Österreich an dritter Stelle. |
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Bei Jugendherbergen leicht rückläufige Übernachtungsergebnisse |
Nun noch einige Angaben zu
Teilbereichen unseres touristischen Angebots: Die 87 bayerischen Jugendherbergen erzielten mit ihren 10.283 Betten im Berichtsjahr eine Gesamtübernachtungszahl von 1.432.das sind 0,78 % weniger als im Jahr 1997, allerdings steigerten sich dabei die Übernachtungen durch Gäste aus Bayern um 3,6 %. |
| Zuwachs an Jugendherbergsgästen | Die Übernachtungen ausländischer Gäste nahmen ab. Nach der rapiden Abnahme in den Jahren zuvor zeichnet sich hier jetzt allerdings eine abflachende Tendenz ab. Erfreulich ist insgesamt der Zuwachs an Gästen. Mit 522.052 Gästeankünften konnte eine Zunahme um 4.242 Gäste (+0,82 %) verbucht werden. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verkürzte sich in den Jugendherbergen von 2.79 auf 2,74 Tage. |
| Standardverbesserungen im Jugendherbergsnetz | Im März 1998 konnte das neue Jugendgästehaus Dachau seinen Betrieb aufnehmen. Ende Juli wurde nach einjähriger Bauzeit die völlig sanierte und modernisierte Jugendherberge Feuchtwangen wieder ins Netz genommen. |
| Entwicklung im Campingtourismus noch leicht negativ | Seit dem Jahr 1997 verläuft die Entwicklung im bayerischen Campingtourismus negativ. Im Vergleich zum Vorjahr (1997:-1,6 %) hat 1998 jedoch die Zahl der Campingankünfte in Bayern mit einem Minus von nur noch 0,7 % nicht mehr so stark abgenommen. Die 975.471 Campinggäste haben allerdings wie bereits 1997 (-2,7 %) weniger Übernachtungen auf den 375 bayerischen Campingplätzen verbracht. Die Zahl der amtlich registrierten Campingübernachtungen nahm um 2,8 % oder 115.027 auf rd. 3,92 Mio. Übernachtungen ab. |
| Ostbayern verzeichnet positive Campingergebnisse | Die Campingplätze in Ostbayern konnten mit einem Plus von 4,4 % bei den Ankünften bzw. 1,2 % bei den Übernachtungen die landesweit einzigen Campingzuwächse erzielen. |
| Gemischte Gefühle im Seilbahngeschäft | Der Verband Deutscher
Seilbahnen und Schlepplifte e.V. (VDS) berichtet für das Jahr 1998 zunächst von
einem hoffnungsvollen Auftakt der Wintersaison 1997/1998. Gegenüber dem
Fünf-Jahres-Durchschnitt zeigt die Wintersaison 1997/1998 insgesamt einen mäßigen
Verlauf. Die Bilanz der Sommersaison 1998 fiel genauso trüb aus wie das Wetter: Einbußen zwischen 10 und 20 Prozent bei. Die bayerischen Seilbahnen freuten sich über einen Bilderbuch-Start in die Wintersaison 1998/1999: |
| Urlaub auf dem Bauernhof sieht Erwartungen übertroffen | Die Erwartungen für den Bereich Urlaub
auf dem Bauernhof konnten auch 1998 übertroffen werden. So wurden bei den knapp 7.000
Anbietern in Bayern rd. 9,5 Mio. Übernachtungen erzielt. Dieses Übernachtungsvolumen
entspricht rd. 1 Mio. Gästen, die ihren Urlaub auf Bayerns Bauernhöfen verbracht haben. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt neun Tage, 5,7 Tage mehr als die durchschnittliche Gesamt-Aufenthaltsdauer in Bayern. |
| Aussichten für 1999 werden zuversichtlich beurteilt | Sehr geehrte Damen und Herren, mit dieser positiven Note möchte ich schließen. Die Aussichten für 1999 beurteilen wir zuversichtlich, neben Indikatoren wie erfreulicher Start der Wintersaison oder noch einmal gestiegener Anteil der Deutschen mit Haupturlaubsreiseabsichten legen auch die bisher bekannten statistischen Zahlen - +5,1% Übernachtungen und +6% Ankünfte in der ersten 5 Monaten dieses Jahres, diesen Schluß nahe. |
| Dank | Ich möchte mich aber auch an
dieser Stelle bei den vielen Partnern, Förderern und Freunden unserer Arbeit für die
gezeigte Unterstützung zu bedanken, vor allem aber gilt mein Dank dem BStMWVT für die
Gewährung von Fördermitteln und den Mitgliedern unseres Verbandes, daß Sie uns auch
1998 die Treue gehalten haben. Dr. Georg Frhr. von Waldenfels |
Weitere Auskünfte von
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